Closed herd - SKS Schulze König Steinfurt - Schweineerzeugerbetrieb Jungsauen Münsterland
   
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Closed herd

Geschlossene Gesellschaft – für Profis!

In Ferkelerzeugerkreisen taucht immer häufiger der Begriff „Closed Herd“ auf. „Geschlossene Gesellschaft“ (Closed Herd) beschreibt ein System der innerbetrieblichen Bestandsergänzung. Der Tierzukauf für die Sauenherde wird auf ein Minimum begrenzt. Im Extremfall werden keine Jungtiere mehr eingegliedert. Es wird ausschließlich nur noch Sperma zugekauft, mit dem die im Bestand herangezogenen Eltern- und Großelterntiere belegt werden. Das Ziel dieses Systems liegt auf der Hand. Durch die Verringerung bzw. das Ausschalten des Tierzukaufs wird der Eintrag von Krankheitserregern weitestgehend unterbunden – zumindestens über die Eintragsquelle `Tierverkehr`.

Spezielles Futter für Eltern- und Großelterntiere

Angesichts der derzeit extrem angespannten wirtschaftlichen Situation in der Ferkelerzeugung schleicht sich in einige Köpfe aber auch ein vermeintlich zweites Argument zur Begründung der „Closed Herd“ ein. Der Jungsauenzukauf stellt eine erhebliche Ausgabenposition in der Kostenrechnung der Ferkelerzeugung dar. Deswegen glaubt so manch einer, über die eigene Bestandsergänzung Kosten sparen zu können. Dieser Schuß kann sehr leicht nach hinten losgehen! Denn: die meisten Varianten der „Closed Herd“ basieren auf einer Herde in einer Herde. Diese spezielle Herde hat ganz spezielle Ansprüche. In unserer SKS Reinzucht- und Vermehrungsherde haben wir die Erkenntnis gewonnen, daß Eltern- und Großelterntiere besondere Anforderungen an ein höherwertiges Futter stellen. Sofern dieses aus Kostengründen nicht an alle Sauen des Bestandes verfüttert werden soll, macht dies also eine zusätzliche Rationsgestaltung und –zubereitung erforderlich.

Zuchtarbeit kostet Geld

Des Weiteren kostet Zuchtarbeit Zeit: im Stall für eine intensivere Betreuung des Einzeltieres und die notwendige Selektion und im Büro für die nachvollziehbare Planung der Zucht. Nur so ist ein züchterischer Fortschritt in der eigenen Herde gewährleistet. Beim Ferkelverkauf muß berücksichtigt werden, daß in der „Closed Herd“ auch Vermehrungsbörge produziert werden. Um Ärger mit den Abnehmern zu vermeiden, müßen die männlichen Ferkel mit den bekannt hohen Abschlägen separat vermarktet werden. Diese Liste ließe sich noch beliebig verlängern. Deutlich wird aber jetzt schon, daß Kosteneinsparung nicht der Beweggrund zum Einstieg ins „Closed Herd System“ sein darf.

Höchste Erregereinschleppung durch Personenverkehr

Wer hingegen seine Herde hygienisch und gesundheitlich auf hohem Niveau fahren möchte, um biologische Leistungen zu optimieren – was gleich bedeutend mit wirtschaftlicher Optimierung ist – und dazu noch Spaß an züchterischer Arbeit hat, wird mit seiner „Geschlossenen Gesellschaft" die erwarteten Ziele erreichen. Kommen wir aber noch einmal zurück auf das Argument, daß sich mit der „Closed Herd“ der Eintrag von Krankheitserregern in die Herde reduzieren lassen kann. Die nachfolgende Grafik zeigt die Infektionsrisiken verschiedener Eintragsquellen im Ferkelerzeugerbetrieb. Erstaunlicherweise steht nicht der Tierzukauf an erster Stelle. Mit Abstand birgt der Personenverkehr das höchste Gefahrenpotential. Der Tierzukauf steht gemeinsam mit dem Futter erst auf Platz zwei. Was bedeutet dies für einen geplanten Einstieg in die „Closed Herd“? Es liegt auf der Hand, daß zuerst die Gefahren der Eintragsquellen `Personenverkehr` und `Futter` verringert werden müßen. Erst dann kann sich der gewünschte gesundheitliche und hygienische Vorteil einer „geschlossenen Herde“ einstellen. Während im Bereich des Personenverkehrs in den letzten Jahren sowohl über die bauliche Seite (Hygieneschleuse) als auch über die menschliche Komponente (Bewußtsein, Konsequenz etc.) vieles verbessert wurde, stellt der Fütterungsbereich eher noch eine Schwachstelle dar. Auch hier ist zur Minimierung von Infektionsrisiken eine deutliche innerbetriebliche Trennung von schwarzen und weißen Bereichen erforderlich.


Ziel: Gesunde Herde

Erst wenn die Gefährdung über diese Faktoren ausgeschlossen ist, kann „Closed Herd“ seine Vorteile ausspielen. Dabei heißt das Ziel nicht, eine Erreger-freie Herde zu bekommen. Diese Vorstellung muß aufgegeben werden. Das Ziel lautet: die Herde muß gesund sein. Die Haltungs- und Umweltbedingungen für die Tiere müßen so gut sein, daß sie ein bestimmtes Maß an Erregern verkraften, ohne Symptome einer Krankheit zu zeigen. Wer anderes erwartet, bei dem wird die Bestandssanierung eine endlose Geschichte werden. Entscheidend ist das gesamtbetriebliche Gesundheits- und Hygienemanagement.

Closed Herd: Eingeschränkte oder ohne Tierzufuhr

Für welche Variante der „Closed Herd“ sich ein Betriebsleiter entscheidet, hängt von verschiedenen Gegebenheiten ab. Grundsätzlich werden Systeme mit eingeschränkter bzw. ohne Tierzufuhr unterschieden. Bei einer eingeschränkten Tierzufuhr werden entweder Großeltern- oder Urgroßelterntiere in den Bestand gebracht. Hier reduziert sich der entstehende Tierverkehr im Vergleich zum Jungsauenzukauf erheblich und senkt so das Infektions- und Hygienerisiko. Während die Zufuhr von Elterntiere für mittlere bis große Bestände geeignet ist, kommt der Einsatz von Großelterntieren für sehr große Bestände in Frage. Ohne Tierzufuhr muß entweder eine Nucleusherde im Bestand geführt werden, was ebenfalls nur in sehr großen Betrieben praktikabel ist. Oder man entscheidet sich für ein Rotationskreuzungsprogramm, bei dem auf Grundlage der vorhandenen weiblichen Kreuzungstiere weitergezüchtet wird. Der Vorteil ist hier, daß dieses Verfahren auch für kleinere Betriebe geeignet ist.

Fazit:

Die Entscheidung, den Bestand im „Closed Herd“ zu fahren sollte gut überlegt sein. Wer Kosten einsparen will oder sich durch dieses System eine Gesundheitssanierung erhofft, darf diese Faktoren nicht ausschließlich beachten. Vielmehr muss das System im Ganzen gesehen werden, damit sich der Erfolg einstellt. Das Zuchtunternehmen SKS hat sich mit seinen Jungsauen in der Vergangenheit einen hervorragenden Ruf wegen deren Leistungsfähigkeit und Gesundheitsstatus erarbeiten können. Betriebsleitern, die mit einem „Closed Herd System“ arbeiten wollen, bieten wir verschiedene Varianten für die „Geschlossene Gesellschaft“ an.

SKS-Service zur Eigenremontierung

• Managementhilfe bei der Umstellung der Sauenhaltung auf „Closed Herd“
• Versorgung der Betriebe mit Reinzucht-Sperma
• Lieferung der Großelterntiere für das „Closed Herd System“
• Unterstützung bei der Selektion der Zuchttiere für optimalen Zuchtfortschritt
• Auswertung der Leistungsdaten für ein zielgerichtetes Herdenmanagement
• Wechselkreuzung (Rotationskreuzung) auch bei geringen Sauenzahlen möglich

 

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Wilmsberg 20
D-48565 Steinfurt
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